SOKO WISMAR – Die Schildkröte

Rolle: Fischer Sven
Regie: Oliver Dommenget
Buch: Hannes Treiber

Zwei Fischer entdecken im Hafenbecken eine Schildkröte in einer Kiste. Etwas entfernt davon treibt die Leiche von Rentner Willi Seeberg. Was ist dem Mann und seiner Schildkröte zugestoßen? Willi Seebergs geliebte Schildkröte ist wenige Tage zuvor aus seinem Bootshaus gestohlen worden. Um sie wiederzubekommen, hat er sein gesamtes Vermögen als Belohnung ausgesetzt. Haben ihn die Entführer des Tieres umgebracht? Was ist bei der Übergabe schiefgelaufen? Reuter trifft der Tod von Willi Seeberg besonders. Beide sind seit Ewigkeiten im selben Angelverein. Reuter hat gewusst, dass Schildkröte Hermine für seinen Angelfreund die letzte lebende Verbindung zu seiner verstorbenen Frau war. Deswegen hat sich auch ausnahmsweise die Kripo darum gekümmert, Hermine zu finden. Umso schlimmer, dass Willi Seeberg nun tot ist. Und das alles, weil er unbedingt sein Tier wiederhaben wollte. Doch wer stiehlt ausgerechnet eine Schildkröte? […] (Text: ZDF)

DER PANTOFFEL-PANTHER

(Komödie von Lars Albaum und Dietmar Jacobs)

Rolle: Rüdiger
Regie:
Gerhard Printschitsch

Hasso ist verzweifelt. Als Vertreter widmete er sein Leben dem Verkauf edler italienischer Lederpantoffeln. Seit die produzierende Firma in den Konkurs rutschte, steht er vor dem Nichts. Um seine Frau nicht zu enttäuschen, spielt er dennoch tagein tagaus die Rolle des erfolgreichen Pantoffelverkäufers, jobbt in Wahrheit jedoch – als Werbe-Huhn verkleidet! – an einem Hähnchengrill. Sein Freund Rüdiger, ein von Neurosen geplagter Psychotherapeut, greift ihm so gut es geht unter die Arme, aber die Schlinge zieht sich zu: Plötzlich steht ein Mafioso vor der Tür. Dieser verwechselt Hasso mit einem monströsen Auftragskiller und bietet ihm für einen ‚Auftrag‘ genügend Geld, das Hasso retten könnte… Spätestens ab diesem Zeitpunkt weiß kaum mehr einer der Beteiligten wer der andere ist, und die Komödie beginnt.

Darsteller: Heribert Gietz, Kai S. Guenzel, Magdalena Thalbach, Birgit Schneider, Maik Schuppan, Gerhardt Printschitsch, Ann-Christin Klinner

SEMINARISMEN

(Werbung)

Rolle: Toni Schalauch
Regie:
Florian Bald

Wer die drei Manager heute sieht, sieht vollkommene Harmonie. Das war nicht immer so. Als Elvira Knoblauch ein besserer Parkplatz zugeteilt wurde als Agathe Seidenhut und Toni Schalauch, begann das Desaster. Schon bald gehörten abgesägte Gummibäume, Reißnägel auf dem Bürostuhl, Sekundenkleber auf der Tastatur und zugenähte Aktentaschen zur traurigen Realität. Ein Seminar zur Optimierung des firmeninternen Miteinanders sollte es richten…

Cast: Maike Schaafberg, Kai S. Guenzel, Lena Bald

WEITER ALS DER WALD

Rolle: Magdas Vater
Regie: Désirée Pfenninger / Kamera: Pamela Albarrán Rodríguez

Eine Deutsch-Französische Filmproduktion

Im Forsthaus der Eltern lädt die neunzehnjährige Magda ihre Eltern zum Abschied ein. Morgen wird sie dieses Zuhause verlassen müssen. Die Unsicherheit die sie vor diesem Schritt empfindet führt zu einem Abend, der sich in eine unvorhersehbare Richtung entwickelt, denn Magdas Wahrnehmungen scheinen sich von denen der Anderen zu unterscheiden. Unausgesprochenes, vielleicht sogar bewusst Verheimlichtes – Ein Teufelskreis mit dem weder Magdas Eltern, noch sie selbst umzugehen gelernt hat.

Cast: Sarah Sophia Meyer, Alexe Limbach, Kai S. Guenzel, Roman Kollmer, Kerstin Dietrich

HUGO VON TRIMBERG

(Anja Noël)

Rolle: Spielmann Bardolfo / Papst
Regie: Nicole Schymiczek

Anno Domini 1247: In den Wäldern Frankens gärt das finstere Mittelalter. Der widerborstigen Agnes von Trimberg droht ein hartes Schicksal: Die Verheiratung mit dem Vogt von Halberstadt. Doch der ausgefuchste Klosterschüler Hugo will sich seine Liebste nicht rauben lassen. Gemeinsam mit Agnes und dem Spielmann Bardolfo nimmt er den Kampf gegen die verderbte Obrigkeit auf. Die Autorin Anja Noël beweist Mut durch aktuelle Zeitbezüge; der Papst dürfte wenig erfreut sein… Nicole Schymiczek lässt ihre drei Darsteller in mehr als zehn verschiedenen Rollen auf das Publikum los und deren Spielfreude freien Lauf. Witz, Verve und Vagantenmusik. Das ist Unterhaltung!

Darsteller: Dorothea Schreiber, Kai S. Guenzel und Adam Jaskolka

LEMON

(He Xiangyu: EVIDENCE)

Rolle: (NR)
Regie: Dingding  Jiang

Kamera: Constantin Campean

He Xiangyu ist für seine provokanten und ehrgeizigen Arbeiten bekannt und gehört zu einer Generation konzeptioneller Künstler in China, die mit einer Reihe von Medien kulturelle und soziale Anliegen artikulieren. Seine neue Arbeit befasst sich mit den Austauschprozessen zwischen der Grenze zwischen China und Nordkorea, in der Nähe seiner Heimatstadt. Im Auditorium präsentiert White Cube Filmvorführungen von The Swim (2017), He Xiangyus Langfilm, der im Februar 2017 im Solomon R. Guggenheim Museum in New York Premiere hatte.

Cast: Melanie Straub, Till Klein, Flavio Wichmann, Kai S. Guenzel, Heiner Niedung, Tosia Graf, Elisabeth Rahmann u.a.

CRADO

(Lepos Tipasé)

Rolle: Crado
Regie: Lepos Tipasé

Crado ist Vollstrecker. Kunden zählt er nicht. Als er mit ansehen muss, wie ein junger Mexikaner vor seinen Augen stirbt, überdenkt er sein Leben. Wenige Tage später begegnet er der lebensbejahenden Tosia, die ihn in eine ihm fremde und einfühlsame Welt entführt…

SCHULD

(Dingding Jiang)

Rolle: Vater
Regie: Dingding Jiang

Keine Infos. Film noch im Schnitt.

MUÑECA

(Frei nach Gianluigi Gherzi, Monica Mattioli, Roberto Corona)

Rolle: Biest
Regie:
Lejla Divanović

Ein sonderbarer Einsiedler in einer selbst erschaffenen Welt – Ein Kauz, ein Biest. Einsam, eitel und egozentrisch zelebriert er seine Freiheit, umgeben von wundersamen Erfindungen, Puppen und Menschenapparaturen. Eine Rose ist das einzig verbliebene Relikt einer für ihn vergangenen Zeit. Unfähig, sich mit der menschlichen Natur auseinanderzusetzen, schafft er Figuren, die sein Sehnen nach Zuneigung und Wärme befriedigen sollen. Er perfektioniert und vermenschlicht sie, versucht ihnen Leben einzuhauchen, unermüdlich, und bekommt doch immer nur eines zurück: ein künstliches Gefühl, das er dankbar annimmt oder auf grausamste Weise zerschlägt. Bella, auf der Suche nach der wahren Liebe, dringt in das Reich dieses Herrschers und bringt dadurch die berechenbaren Dimensionen des Biestes gründlich durcheinander. Taktieren, traktieren, Annäherung und Enttäuschungen – Ein bizarrer Tanz unterdrückter und unbekannter Gefühle, der das ungleiche Paar auf der Suche nach der idealen Liebe verbindet. Vertrauen, Nähe und Intimität geraten zum Balanceakt, wenn sich eine realistische Träumerin und ein träumender Realist begegnen. Nach “Finnisch – oder ich möchte Dich vielleicht berühren” ist “MUÑECA” die zweite Regiearbeit, die Lejla Divanović am Theater Erlangen gezeigt hat. Vor allem Kai S. Guenzel gelingt als “Biest” das sichere Pendeln zwischen Kitsch und Ironie. Eine Inszenierung zum Gernhaben und Träumen.  Darsteller: Kai S. Guenzel, Anne Devries

ELVIS

(Marc ten Bosch)

Rolle: Bob Neal / Mike Stone
Regie: Axel Stöcker

Hier hat das Ensemble des ETA- Hoffmann-Theaters unter der Leitung von Gastregisseur Axel Stöcker mächtig Stimme, Hand und Kostüm angelegt, um der Legende nachhaltig Leben einzuhauchen – mit Erfolg(!), der letzlich aber doch nur einem Mann respektive seiner Stimme zu verdanken ist: Bruno Lehan ist Elvis. A new Star is born. […] Hüftewackelnd, tänzelnd, kokettierend vereinnahmt dieses perfekte Elvis-Double sein Publikum und wickelt mit seinem schier atemberaubenden Rhytmusgefühl noch die ergrauteste Premierenschar um den kleinen Finger. Ein unerwartetes und (beinahe) waschechtes Comeback des Superstars, das – begleitet von einer nicht minder brillianten Viermann-Combo am Rampenrand – von den Stühlen reißt. Ein Bravourakt. (Fränkischer Tag)

D: Bruno Lehan, Olivia Sue Dornemann, Manfred Gerling, Kai S. Guenzel, Karin M. Schneider, Ernst Hofstetter, Gerald Leiß, Eckardt Neuberg, Dirk Schülke, Gertrud Eiselen, Nicole Schymiczek, Christine M. Münster, Katharina Bangert

GRINDBARTS HINTERHALT

(Anja Noël)

Rolle: Kapitän Samuel Grindbart
Regie: Nicole Schymiczek

Samuel Grindbart ist der mächtigste Pirat und Beherrscher der frankkaribischen See. Er besitzt eine geheime Seekarte, die ihn zwischen den Inseln wie von Zauberhand auftauchen und verschwinden lässt. Als sein Schiff in den Hinterhalt dreier Schiffe gerät, verschwindet seine geliebte Tochter spurlos – Ein Schmerz, den er nie verwunden hat. Drei Jahre später: Unter dem Vorwand sterbenskrank zu sein und deshalb seine legendäre Seekarte einem würdigen Nachfolger weitergeben zu wollen, lädt er die Kapitäne der damaligen Seeschlacht an die wohlgedeckte Tafel seines Schiffes. Dass Grindbarts vergifteter Willkommenstrunk nur der Beginn seines ausgeklügelten Rachefeldzugs ist, wird den drei Kapitäten sehr schnell klar. Grindbart ist jedes Mittel recht denjenigen zu finden, der die Schuld am Verschwinden seiner Tochter trägt. Dabei ist sie ihm näher, als er ahnt… So furchteinflößend er auch sein mag, dem Publikum gegenüber zeigt sich der rauhbeinige Seebär als charmanter Gastgeber und lässt es ihnen an nichts mangeln.

D: Kai S. Guenzel, Dorothea Schreiber, Stephan Bach, Ute Wernicke, Martin Lehnert

VICTOR / VICTORIA

(Henry Mancini / Leslie Bricusse)

Rolle: Sal Andretti
Regie: Pavel Fieber

Das Theater Dortmund hat sich an die Musicalversion des Films „Victor/Victoria“ gewagt: Mit überwältigendem Ergebnis! Dortmunds Aufführung hat Broadway- Niveau, in der auch kleinere Rollen exzellent besetzt sind. Im Paris der 30er Jahre versucht die talentierte, aber verarmte Opernsängerin Victoria Grant ihr Glück in Bars und Clubs. Bei „Chez Lui“ trifft sie auf den schwulen Nachtclubsänger Toddy, der sie mit nach Hause nimmt und ihr ein Dach über dem Kopf bietet. Durch Zufall kommen die beiden auf eine geniale Idee: Als Victoria findet man keinen Job – aber als Victor? Aus Victoria wird schnell „Graf Victor Grazinski, Europas größter Frauendarsteller“. Schnell erobert der Paris, aber auch das Herz des (heterosexuellen) Machos King Marchan. Der spürt, dass Victor kein Mann sein kann – hätte er sich sonst in ihn verliebt? Schließlich gibt Victor nach einigen Verwirrungen seine Maskerade auf, das falsche Spiel wird aufgedeckt. Am Schluss haben sich zwei glückliche Paare gefunden: Victoria und King, aber auch Toddy und Kings frisch „geouteter“ Diener Squash. (Markus Bruderreck)

D: Hannes Brock, Thomas Gumpert, Susanna Panzner, Lemuel B. Pitts, Hartwig Rudolz, Kai S. Guenzel, Evelyn Werner, Klaus Feyerabend, Uwe Falkenbach

DER ZAUBERRING

Rolle: Magier
Regie: Idriss Al-Jay / Regina Madi

Der Wesir Farid lädt sein Volk zum Schmaus, doch muss er zu seinem Entsetzen feststellen, keinen einzigen Dinar mehr zu besitzen – Die Gäste blicken auf leere Teller in einem ereignislosen Raum. Darauf hat der nach Applaus gierende Magier Hadschma al Dubla (Kai S. Guenzel) nur allzulang gewartet. Listig bietet er Farid an, Gastgeber für diesen einen Abend spielen zu dürfen. Schon strömen Scharen von Dienern mit erlesenen Köstlichkeiten herbei, Künstler erscheinen wie aus dem Nichts und tanzen, spielen, singen und entführen das Publikum in die Farbenpracht und Vielfalt des Orients. Mit sichtlichem Spaß an der Rolle greift Kai S. Guenzel als Magier seine Gäste, die er erst um Mitternacht zufrieden und satt auf den Weg nach Hause entlässt.

IN DEN AUGEN EINES FREMDEN

(Wolfgang Maria Bauer)

Rolle: Pinon
Regie: Lejla Divanović

Sechs Personen treffen in einem kleinen, verlassenen Küstenort auf der Klippe zwischen Tag und Nacht und Leben und Tod aufeinander. Die Figuren sind orientierungslos und auf der Suche nach Liebe, nach Leben und ihrer eigenen Geschichte. Nur in den Augen eines Fremden sind sie in der Lage, etwas über ihr Leben zu erfahren, doch wird dieses Geheimnis nie ganz enthüllt. Zwölf surreale Szenen fügen sich zu einer Atmosphäre des Fragwürdigen, Mystischen, Merkwürdigen zusammen und verflechten die Motive von Liebe, Spiel, Mord, Sehnsucht und Tod. Pinon, der geheimnisvolle Herr der Klippen, Vera, Gratia, Sebastian, Daniel und der Portier einer abgetakelten Absteige treffen sich, lieben sich, töten sich und erkennen Puzzleteile ihrer Persönlichkeit in den Augen des jeweiligen Gegenüber – Manchmal seelenverwandt, doch fremd.

D: Kai S. Guenzel, Giuliana de Carlo, Jörg Zenker, Corinna Wiedenmann, Benjamin Stoll, Ulrike Strübel

SCHACH DER DAME

Rolle: Georg

Regie & Kamera: Reinhard Schmidt; Buch: Anja Noël

In Georgs Gegenwart schmelzen Damen wie Butter in der Südseesonne. Er ist stark, attraktiv und sein Charme kennt keine Grenzen. Sein Problem: Nichts davon ist real. Im wahren Leben lässt allein die wöchentliche Schachpartie mit dem ungehobelten Ridlewski sein Herz höher schlagen, weil er dabei einen Blick auf dessen Frau Amalia erhaschen kann. Georgs Spielzüge und die Figuren des Schachbretts werden zum lebendigen Teil seines Alter Ego. In seinen Fantasien entwirft er Strategien, Amalia für sich zu gewinnen: Er wird zum Kämpfer, zum Edelmann und zum trällernden Sensibelchen. Ridlewski ist misstrauisch. Dass das Spiel beider Kontrahenten eine unvorhersehbare Wendung nehmen wird, ahnen sie nicht, denn gänzlich unbemerkt nahm ein weiterer Spieler am Tisch Platz…

DANTONS TOD

(Georg Büchner)

Rolle: Legendre / Chaumette
Regie: Winni Victor

„Dantons Tod“ spielt in der Zeit der Französischen Revolution und stellt den tragisch scheiternden Revolutionär in den Mittelpunkt, der resignierend auf eine Veränderung verzichtet und schließlich als Opfer der Revolution stirbt, die er selbst mitentfacht hatte.

D: Stefan Drücke, Stefan Gad, Stefan Rieger, Rainer Hertwig, Thomas Hagen, Kai S. Guenzel, Rainer Hertwig, Inge Schilling, Alexander Stamm, Tanya Häringer, Lea Schmocker, Denis Larisch

BOWILL

(Kurt Pordán)

Rolle: Richard Bowill
Regie: Kurt Pordán

Richard Bowill ist immer beschäftigt. Was er tut, weiß niemand so genau, denn eigentlich ist er arbeitslos. Als dessen Freunde sein Leben genauer unter die Lupe nehmen, stoßen sie auf ein mit Liebe gezeichnete Porträt eines unfreiwilligen Einzelgängers.

NIHILISSIMUS

(Ronald Waítz)

Rolle: Hartmut

Schläfenschüsse sollen so unsicher sein, und so alltäglich. Aber Harakiri? Würden denn Sie die Sauerei wieder aufputzen wollen? – Na, sehen Sie! Und totfressen oder totsaufen?! Schauen Sie mich doch an: Das dauert zwanzig Jahre bei meiner Konstitution! Wissen Sie, was die Leute am Selbstmord als Mord empfinden? Also mir ist das rätselhaft. (Stückauszug)

ORIENTALISCHER MÄRCHENBRUNCH für KINDER

Rolle: Erzähler
Regie: Kai S. Guenzel

Der Stadt des Scheichs droht eine schwere Dürre, denn der einst so mächtige Fluss, der Mensch und Tier am Leben erhielt, führt kaum noch Wasser. Der Übeltäter ist ein kleiner Drache, der völlig ahnungslos hoch oben in den Bergen die Quelle des Flusses mit seinem Popo verstopft. Dieser und anderen Geschichten des Märchenerzählers (Kai S. Guenzel) lauschen gebannte Kinder, die sich nur allzu gern in die fernen Lande der Fantasie entführen lassen. Und wenn sie nach Hause gehen wissen sie: In keinem Buch der Welt wird man eines dieser Märchen finden, denn sie sind einmalig und nur für diesen Augenblick bestimmt.

DAS SCHÜLERNEST

Rolle: Erzähler
Buch, Schnitt, Kamera und Produktion: Kai S. Guenzel

Das Schülernest in Erlangen widmet sich der Förderung schulschwacher Kinder. Auf unterhaltsame, spielerische Weise gibt dieser Film Einblicke in die Arbeit der PISA-Gruppe. Das mit dem Fundraisingpreis ausgezeichnete PISA-Projekt des ‚Schülernestes‘ wurde ins Leben gerufen, um auch jenen Kindern eine Chance auf eine gute Schullaufbahn zu geben, die aus weniger privilegierten Familien stammen und sich deshalb außerschulische Fördermaßnahmen nicht leisten können.

DIE KURVE

(Tankred Dorst)

Rolle: Anton
Regie: Anja Emmert-Noël

Eine unübersichtliche Straße fordert unzählige Todesopfer. Aber eben von diesen tragischen Schicksalen lebt das Geschwisterpaar Ruth (Nicola Trub) und Anton (Kai S. Guenzel). Ruth repariert die Unfallwagen, die an einen Händler weiterverkauft werden. Ihr Bruder Anton, seines Zeichens Dichter, verfasst die Grabreden. Alles dreht sich um die Frage: „Darf man töten, wenn es die Erhaltung der Lebensgemeinschaft fordert?“ Diesen Zwiespalt vermögen auch die beiden Geschwister nicht zu lösen. Ihre gesamte Existenz baut auf inzwischen 24 Unfällen auf. Dennoch machen sie den Staat mehrfach auf die Todeskurve aufmerksam. Die Situation spitzt sich zu, als der für die Kurve verantwortliche Ministerialdirektor Kriegbaum verunglückt und überlebt – als bislang einziger. Anja Emmerts Regiearbeit ist eine gelungen kurzweilige Umsetzung des Stoffes. Das lag nicht zuletzt an den drei Hauptdarstellern. Diese verstanden es, die Gratwanderung zwischen dem ernsten Thema des Unfalltodes und der Absurdität der Situation elegant zu meistern. Die beiden Ebenen werden von der Inszenierung ohne Brüche verbunden. Der Wechsel von Gier zu Moral klappt ohne pädagogisch erhobenen Zeigefinger. Die einzelnen Charaktere waren klar gezeichnet und konnten, jeder für sich, bestehen. Diese Inszenierung hat die Kurve gekriegt. (Simon Hopp, Südwest Presse)   D: Nicola Trub, Kai S. Guenzel, Giorgio Vindigni

SO EINE LIEBE

(Pavel Kohout)

Rolle: Schwuler Kellner
Regie: Christian Graf von Normann

So eine Liebe ist vor allem denen zugedacht, die sich tagtäglich das Recht nehmen, die Schicksale anderer zum Schauspiel zu machen, ohne sich selbst verpflichtet zu fühlen, sie zu begreifen und sie wenigstens in einem Bruchteil als ihre eigenen zu erkennen. Denen, die eben erlebte Tragödien abstreifen, um sie morgen zu vergessen; die sogar über- morgen anfangen, neue vorzubereiten. So eine Liebe ist natürlich auch denen zugedacht, die zulassen, dass der Lärm der Zuschauer ihr eigenes Gewissen und Herz übertönt. Es besteht kein Zweifel, dass sie so durch eigenes Verschulden zu tragischen Figuren alltäglicher Dramen werden. Glauben Sie aber, dass Sie weder zu den einen noch zu den anderen gehören, verletzt dieser Vorfall Ihre Gefühle (und damit auch unsere Gesellschaft, was oft gleichgesetzt wird) – werfen Sie den ersten Stein!“ (Pavel Kohout)

EROTISCHE MÄRCHEN für ERWACHSENE

Rolle: Erzähler
Texte: Kai S. Guenzel

Erotische Fantasien anzuregen ohne ins Pornografische zu verfallen – Geht das? Ja, denn die märchenhaften Texte von Kai S. Guenzel (auch Erzähler) balancieren durch Charme, Witz und einer oft verblüffenden Situationskomik genau dieses Problem augenzwinkernd aus. Pärchen liegen sich im Arm und manch eines davon erweckt zwischenzeitlich den Eindruck, das Ende der Dinner-Show kaum erwarten zu können. Der Erzähler und seine Crew aus internationalen Tänzerinnen und Tänzern werden dies geschickt zu verhindern wissen!

EMILIA GALOTTI

(Gotthold Ephraim Lessing)

Rolle: Prinz von Guastalla
Regie: Reinhard Schmidt

Weil auch in ferner Zukunft die Gesellschaft vom Rückfall in prähumane Strukturen bedroht bleibt, präsentiert das ‚Museum für historisch-anthropologische Moralkunde‘ im Jahr 4000 nach der großen ethischen Reformation menschliche Exponate aus dem Zeitalter des Absolutismus, das vor der Gefahr der Verohung nachhaltig zu warnen bereit ist. Allerdings sind die Austellungsstücke alles andere als ruhig. Die Figuren aus „Emilia Galotti“ warten nur darauf, dass das Museum schließt, um sich dann verbissen mit der Frage auseinanderzusetzen, wer denn nun die eigentliche Schuld an Emilia Galottis (Maren Scheel) Ableben zu tragen hat. Der charmante aber gewissenlose Prinz von Guastalla (Kai S. Guenzel) weist die Schuld weit von sich, und auch die anderen Figuren sind zu keinerlei Eingeständnissen bereit. Jeder von ihnen such nach Absolution und hat somit seine ganz persönliche Sichtweise auf das, was damals geschah. Allein der Museumsführer tappt im Dunkeln, denn allmorgendlich befinden sich seine Exponate in einem deutlich derangierten Zustand. Kai S. Guenzel spielt die Brüche seiner Rollel als charmanter und gewissenloser Prinz mit Bravour. Vor allem im Zusammenspiel mit Thommy Garatwa, der einen herrlich intriganten Kammerherrn abgibt.

D: Kai S. Guenzel, Thommy Garatwa, Maren Scheel, Heike Ostendorp, Anneliese E. Brüderl, Frank Trossen

DIE RASSEN

(Ferdinand Bruckner)

Rolle: Tessow
Regie: Daniel Blum

Der Medizinstudent Tessow versucht vergeblich, seinen Freund und Studienkollegen Karlanner für den Nationalsozialismus zu begeistern, dem er selbst seit Wochen verfallen ist. Karlanner will von der Ideologie einer „Herrenrasse“, die sich der „jüdischen Rasse“ überlegen fühlt, nichts wissen, ist er doch im Begriff, demnächst die Tochter eines jüdischen Industriellen zu heiraten. […] Aber dann wird Karlanner doch von der allgemeinen Begeisterungswelle für den Nationalsozialismus erfasst und trennt sich von Helene. Am Abend des 30. März nimmt er an einer Kundgebung im Brauhaus teil, wo die Nationalsozialisten mit markigen Sprüchen und Liedern den Wahlsieg feiern. (Quelle: Dr. Richard Miklin, Harenberg Schauspielführer)

SCREWBALL-COMEDY

(Katharina Kokstein)

Rolle: Produzent / Graf Dracula
Regie: Katarina Kokstein

Der Filmcrew bleibt wenig Zeit: Szenen aus „Der weiße Hai“, „Alien“ oder „Spiel mir das Lied vom Tod“ müssen schnellstens nachgedreht werden, denn eine selbst ernannte Regisseurin glaubt, durch künstlerische Entfaltung ihr seelisches Chaos in den Griff bekommen zu können. Mangels Ideen und finanzieller Mittel erstellt sie ein aus Filmen unseres Jahrhunderts zusammengeklautes Drehbuch, das sie mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe in Angriff nimmt. Dass es deshalb an den Sets zu allerlei Komplikationen kommt, ist nur die logische Konsequenz. In diesem Stück gehen Film- und Bühnenhandlung nahtlos ineinander über. In dieser Inszenierung bleibt nichts heilig und vor allem: kein Auge trocken.

D: Christa Pasch, Kai S. Guenzel, Beate Weidenhammer, Monika Ebert, Alexander Hauer, Verena Haisch, Anna Elisabeth Brüderl

DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL

(Wolfgang Amadeus Mozart)

Rolle: Bassa Selim
Regie: Patrick Bialdyga

„Die Entführung aus dem Serail“ als Kinderoper? Das Theater Dortmund bringt Mozarts Oper als rasante Abenteuergeschichte auf die Bühne. Mit Komik, Slapstick und vor allem mit viel Phantasie macht dieses Singspiel den Kindern nach langer Zeit wieder Lust auf Oper. Konstanze, eine junge Spanierin, ihre englische Zofe Blonde und deren Freund, der Diener Pedrillo, sind nach einem Seeräuberüberfall von Konstanzes Verlobtem, dem spanischen Edelmann Belmonte, getrennt und auf einen Sklavenmarkt verschleppt worden. Glücklicherweise kauft sie Bassa Selim (Kai S. Guenzel) und sorgt dafür, dass sie in seinem am Meer gelegenen Palast unter halbwegs erträglichen Bedingungen leben können. Belmonte hat nach Monaten einen Brief seines Dieners Pedrillo erhalten und kennt nun den Aufenthaltsort der Vermissten. Er segelt zu der von Pedrillo bezeichneten Küste, entschlossen, die Entführten zu retten. Die Tatsache, dass Bassa Selim am Ende selbstlos auf die Ausübung seiner Macht verzichtet und seine Ansprüche auf Konstanze aufgibt, wird von den Kindern mit lautstarkem Applaus honoriert.

D: Kai S. Guenzel, Vera Fischer, Brigitte Strauch, Yong Seon Kim, Andrea Rieche, Sybille Specht, Jea Seok Lee, Daniel Madigan, Nam Soo Kim, Edward Steele

TOD AUF DEM NIL

(nach Agatha Christie)

Rolle: Hieronymus Kant
Regie: Anja Emmert

Die reiche und frisch vermählte Linna Hiller-Berner verlässt den Kreuzer, auf dem sie ihre Hochzeitsreise angetreten hat, als Leiche. Erschossen, nachts nach Mitternacht in ihrer Kabine. Doch sie ist nicht das einzige leblose Wesen, das am Ende der Reise von Bord getragen wird, auch ihr Ehemann Simon, ihre Zofe Louise und ihre Ex-Freundin Jacqueline segnen auf hoher See das Zeitliche. Gut, dass auch Privatdedektiv Hieronymus Kant (Kai S. Guenzel)  eingecheckt hat. Nun winkt Arbeit. […] Den Schauspielern gelingt es hervorragend, die Spannungsbögen klar darzustellen. Irgendwie hat jeder irgendwann ein Motiv. Und so bleibt die Sache bis zum Ende spannend. Dank Kai S. Guenzel, einem ehemaligen ADK-Schüler, dem die Rolle des messerscharf folgernden Privatschnüfflers auf den Leib geschrieben ist, verliert auch keiner der Zuschauer den Faden. (Stefan Loeffler)

D: Kai S. Guenzel, Heike Ostendorp, Caroline Sessler, Eva Sophia Wagner, Nicole Schymiczek, Andreas Kloos, Reiner Kais, Axel Brauch

DIE ALTE FRAU

(nach Daniil Charms)

Rolle: Stephan (Solo)
Regie und Textbearbeitung: Markus Steinhoff

„Der Wundertäter war von hohem Wuchs“ – dies könnte der erste Satz einer genialen Erzählung sein, wie der Schreiber in großer Aufregung konstatiert. Da klopft es an der Tür und eine hässliche Alte tritt herein. Wenig später sitzt sie in seinem Lieblingssessel und stirbt. Ihn ekelt, aber dann schläft er ein. Er träumt … und als er am nächsten Morgen erwacht, liegt die Alte auf dem Boden. Der Hunger lässt kein klares Denken zu. Er flieht auf die Straße und bändelt in der Schlange vor dem Bäckerladen mit einer jungen Frau an. Doch der Gedanke an die Alte holt ihn ein. Er muss sie aus dem Zimmer schaffen. Es entfaltet sich eine immer absurder werdende Dynamik… (Auszug: Deutschlandradio)

RENT ME

(Kai S. Guenzel)

Rolle: Elvis
Regie: Nicole Schymiczek

Happy Birthday? Von wegen! Denn wenn das Geschenk fehlt und die Zeit rennt, wenn Schaufensterpuppen sich schlagkräftig ihrer Haut erwehren und nur noch die Auferstehung des King of Rock’n Roll letzte Rettung verheißt, wird der Geburtstag der Herzallerliebsten garantiert zum Albtraum. It’s Now Or Never.

D: Kai S. Guenzel, Bruno Lehan, Nicole Schymiczek

DAS MONSTER VON MONTE RAPILLO

(Reinhard Schmidt)

Rolle: Colonel T.NT
Regie & Kamera: Reinhard Schmidt

Monte Rapillo: ein verfallenes Gehöft unweit der Landstraße. Fremde verschlägt es nur selten in diese Einöde und wenn, dann kehren sie nicht zurück. Als eine deutsche Touristin, deren Sohn und ihr russischer Mitfahrer wegen einer Autopanne in Monte Rapillo stranden, bieten ihnen die fürsorglichen Geschwister Kascha und Luci Bewirtung und eine Übernachtung an. In den Kellern der Geschwister knurrt jedoch ein weiterer Magen. Als ausgerechnet dem Russen der Sambuca Probleme bereitet, ist es für ihn zu spät. Routiniert lassen Kascha und Luci dessen Überreste verschwinden: „Tja, so ist das halt hier auf dem Land.“ Die Touristin ist anderer Meinung und kontaktiert per Schamanin den Spezialisten Colonel T.NT. Der soll mit ausgefeilten Strategien oder gewaltigem Krawumms dem fiesen Kellermonster endlich das Handwerk legen. Die treuherzige Luci verliebt sich unsterblich in den schweigsamen Colonel, wovon die pragmatische (monsterliebende) Kascha not amused ist. Auf welche anrüchige Weise der Colonel seinen biestig-listigen Kontrahenten zum Ableben zwingen muss, ist zum Brüllen komisch und in der Geschichte des Films bisher einmalig…

D: Christa Pasch, Kai S. Guenzel, Anuschka Michalk, Vera und Jacob Dudek, Irene Stenzel

DIE SCHULE DER DIKTATOREN

(Erich Kästner)

Rolle: Der Siebente
Regie: Carina Drews

„Sagen Sie, der wievielte Abklatsch unsres ›großen  Staatsmannes‹ bin ich eigentlich? Der dritte oder  der vierte?“ Vier anonyme Drahtzieher präsentieren dem Volk einen Diktator, der in Wahrheit nichts anderes ist, als ein von ihnen gelenktes Werkzeug. Um nicht etwa durch Attentate oder plötzlich  auftretende Launen ihrer menschlichen Marionette in Verlegenheit zu geraten, gründen sie eine Schule, in der entsprechender Ersatz und Nachwuchs gedrillt wird. So kann – vom Volk unbemerkt – ein Diktator gegen den nächsten ausgetauscht werden, sobald er die Erwartungen seiner Hintermänner nicht mehr erfüllt. Unter den „Austauschdiktatoren“ befindet sich allerdings ein getarnter Freiheitskämpfer: der Siebente! Eines Tages ist die Reihe an ihm, den Posten des Führers zu übernehmen.  (Quelle: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. August 1991)

D: Kai S. Guenzel, Shadi Nouyan, Clemens Heydenreich, Christian von Norman, Alexandra Freidl, Christian Wetzel, Christoph Merklein, Frank Farnschläder, Geedo Paprotta, Torsten Seeger, Hannes Egger, Simon Amesöder, Heiko Knoll, Markus Ambrosy, Nicole Schymiczek, Ute Kaufmann, Dagmar Stötzer, Stefan Mayer

VON MÄUSEN UND MENSCHEN

(John Steinbeck)

Rolle: Lennie
Regie: Daniel Blum

Der starke, herzensgute, aber dumme und vergessliche Lennie und sein Freund George, der das Denken und  Reden für Lennie übernommen hat, ziehen gemeinsam durch Kalifornien. Lennie fasst alles Schöne gern an. Doch bei aller kindlichen Unschuld töten seine groben Berührungen immer wieder die Tiere, die er streicheln  will. Auf seiner letzten Arbeitsstelle stirbt nicht nur ein junger Hund, sondern auch die Frau des Juniorchefs, zu der er sich hingezogen fühlte. George sieht nur noch eine Möglichkeit, seinen Freund vor der Lynchjustiz der Arbeiter zu bewahren, indem er ihn – den Traum von der gemeinsam bewirtschafteten Farm erzählend – erschießt.   D: Kai S. Guenzel, Maximiliane Bitsch

GLASKANT

(Oliver Bittner)

Rolle: Die Eitelkeit
Regie: Oliver Bittner

Das Spiegelbild gibt Leif Glaskant Sicherheit und Selbstwertgefühl. Was er darin sieht, hält er für sein wahres Ich. Als der Spiegel gestohlen wird, führt ihn die Suche in eine absurd-surreale Welt, in der Eitelkeit das Maß aller Dinge ist. Bar der eigenen Selbstwahrnehmung wird es ihm dort nicht  leicht gemacht, seine wahre Identität zu finden.

D: Roland  Beiküfner, Felicitas Kielinger, Klaus Mallwitz, Jost Lehne, Kai S. Guenzel u.v.a.

SCHERENSCHNITTE

(Paul Pörtner)

Rolle: Kommissar Wittekind
Regie: Jörg Liljeberg

Über dem altmodischen Friseursalon Wuttig spielt Clara Czerny inbrünstig Klavier, den Türkischen Marsch, immer und immer wieder, zu jeder Tageszeit. Wie ist das möglich? Sie wurde doch längst mit einer Friseurschere ermordet! Kriminalkommissar Wittekind und seine Kollegin stehen vor einem Rätsel. Jeder der obskuren Verdächtigen hat ein Motiv. Doch auch ein blitzgescheiter  Kriminalkommissar kann kann schon mal etwas übersehen, und so bittet er das Publikum um Mithilfe – Ein Angebot, das die Zuschauer nur allzugern annehmen, denn jetzt können sie bestimmen, welches Gesicht das verdächtigste ist und treiben die Schauspieler vergnüglich von einer verzwickten Situation in die nächste.   D: Maximiliane Bitsch, Kai S. Guenzel, Daniel Blum, Katharina Hauck, Anneliese E. Brüderl, Lothar Berger

FERNANDO KRAPP HAT MIR DIESEN BRIEF GESCHRIEBEN

(Tankred Dorst)

Rolle: Fernando Krapp
Regie: Kai S. Guenzel

Der sehr energische und reiche Fernando Krapp schreibt an Julia: „Wertes Fräulein. Sie sind die Schönste. Ich  werde Sie heiraten.“ Die Ehe gestaltet sich eigenartig. Krapp zeigt wenig Interesse für seine schöne Frau, die sich eher zu einem gebildeten und feinsinnigen Grafen hingezogen fühlt. Es beginnt ein verwirrendes Spiel der Gefühle, in dem Fernando Krapp der Inszenator ist, in das er aber sehr bald selbst hineingezogen wird.

DIE BALLADE VOM TRAURIGEN CAFÉ

(Edward Albee)

Rolle: Marvin Macy
Regie: Anja Emmert-Noël

Eine trostlose kleine Stadt in den Südstaaten von Amerika: Miss Amelia (Carina Drews) ist jung,  wohlhabend und eine hart gesottene Geschäftsfrau, die keinen Schluck Whisky verschenkt. Der als gewalttätig bekannte Marvin Macy (Kai S. Guenzel) liebte sie zwei Jahre lang, ohne sich zu offenbaren. Eines Abends hält er mit einem Strauß Sumpfblumen um ihre Hand an. Die Ehe zerbricht noch in der Hochzeitsnacht an Amelias Gefühllosigkeit. Macy’s rührselige Bemühungen um sie enden mit einer Klage wegen Hausfriedensbruchs. Er verlässt die Stadt, überfällt Tankstellen und wird zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. Eines Abends steht der verwahrloste Bucklige Lymon vor der Tür, behauptet, Miss Amelias Vetter zu sein und zieht bei ihr ein. Durch Lymons Geselligkeit wird ihr Laden zum Café und somit  zum wichtigsten Treffpunkt der Stadt. Was Lymon und Miss Amelia verbindet, weiß niemand. Tatsache ist, dass Amelia glücklich zu sein scheint. Doch dann kehrt der  nach Vergeltung suchende Marvin Macy aus dem  Zuchthaus zurück. Lymon entdeckt in ihm sein Vorbild und Macy gewinnt an Einfluss. Beharrlich demontiert  Marvin Macy Amelias aufgebautes Leben, bis es zur finalen Konfrontation kommt. Seitdem gibt es das Café nicht mehr. Die Fensterläden sind vernagelt. Amelia lebt hinter ihnen in einer abgedunkelten Wohnung. Sie hat  gewartet. Drei Jahre lang. Weder Marvin noch Lymon kamen zurück.   D: Carina Drews, Kai S. Guenzel, Karin Schreibeis, Torsten Seeger, Matthes Egger, Matthias Knoll, Rainer Büsching, Christian Wetzel, Ina Haendle, Hanna Bauernfeind, Ute Kaufmann

THE PLAYBOY OF THE WESTERN WORLD

(John Millington Synge)

Rolle: Mahon Senior
Regie: Karin Schreibeis

Dieser „Playboy“ (Originaltitel bei Synge) war nie ein Held, sondern ist ein junger Mann, der seinen Vater im Streit mit einem Spaten angeblich vom Leben zum Tode befördert hat. Nun zieht der Vatermörder voll Angst vor der Festnahme durchs Land und sucht einen Unterschlupf. Den findet er in einem Wirtshaus mitten im Wald. Hungrig und frierend erzählt er dort seine Geschichte. Die kleine Dorfgemeinschaft bewundert seinen Mut, man begegnet ihm mit einer Mischung aus Angst und Bewunderung. Der Wirt stellt ihn als respektheischenden Schankkellner ein. Er gewinnt die Herzen zweier Frauen vom Ort – der Tochter des Wirtsbesitzers und einer geschäftstüchtige Witwe – und siegt  bravourös bei einem Rennen. Mitten in Siegerlaune taucht der tot  geglaubte Vater auf. Die Leute vom Dorf sehen in ihm jetzt einen  großmäuligen Aufschneider und fallen von ihm ab. Auch die Wirtstochter  ist nicht mehr an ihm interessiert. Der Sohn gerät in Streit mit dem Vater, und haut ihm ein zweites Mal eins über den Schädel. Aber auch der zweite Mordversuch misslingt und schließlich ziehen sie gemeinsam weiter: der Alte ruhiger, der Sohn erwachsen geworden. (Quelle: VDB)   D: Kai S. Guenzel, Shadi Nouyan, Frank Farnschläder, Carina Drews, Torsten Seeger, Heiko Knoll, Sibylle Marschner, Christian Wetzl, Christian Paul, Ute Kaufmann, Anja Emmert, Christiana Anagnostou, Horst Gwinner, Christoph Merklein

INTERNATIONALES
DONAUFESTIVAL

(Nelia Veksel)

Rolle: Maat Lensbörgh
Regie: Nelia Veksel

International gefeierte Künstler wie Goran Bregović sind dabei! – Alle  zwei Jahre entsenden die zehn Donau-Anrainerstaaten Künstler, die einladen zu Kultur und Gaumenschmaus. Seit 1998 ist das  Internationale Donaufest in Ulm/Neu-Ulm ein Publikumsmagnet, der Menschen unterschiedlichster kultureller Herkunft gemeinsam feiern, tanzen und singen lässt. Unter Leitung der russischen Regisseurin Nelia Veksel bringt die Akademie für darstellende Kunst ein Spektakel par exellence auf die Straßen Ulms. In bester Spiellaune begeistern die Crew der „Santa AdeKanu“ gemeinsam mit dreißig weiteren bestaufgelegten Schauspielern ihr Publikum.

Weitere Rollen

(Schiller, Shakespeare, Williams)

Rollen: Franz von Moor, Ernst Fitzlaff, Romeo
Regie: Wolfgang Müller, Ivonne Racine

DIE RÄUBER

(Friedrich Schiller)

Rolle: Franz von Moor

Regie: Wolfgang Müller

 

KLASSEN FEIND

(Nigel Williams)

Rolle: Ernst Fitzlaff

Regie: Yvonne Racine

 

ROMEO UND JULIA

(William Shakespeare)

Rolle: Romeo

Regie: Ivonne Racine